05.02.2026 - Schulhof Ostertor: Verantwortung für Kinder heißt auch Verantwortung für den Haushalt


Die AWT Tönning nimmt die Sorgen von Eltern und Kindern sehr ernst. Das Wohl der Kinder steht für uns außer Frage im Mittelpunkt – das zeigen auch die umfangreichen Investitionen der vergangenen Jahre, etwa der Neubau der Turnhalle und die umfassende Sanierung der Offenen Ganztagsschule an der Schule am Ostertor.


Richtig ist: Im Haushalt sind für den Schulhof Kreditmittel veranschlagt.


Ebenso richtig ist aber auch: Diese Mittel sind keine „freien Gelder“, sondern kreditfinanzierte Investitionen, die die Stadt langfristig belasten. Gerade vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage und der deutlichen Hinweise der Kommunalaufsicht ist es unsere Pflicht als Politik, jeden Euro kritisch zu prüfen und zusätzliche Fördermöglichkeiten auszuschöpfen, bevor weitere Kredite ausgelöst werden.


Im Bauausschuss wurde daher nichts gestrichen und nichts abgelehnt. Das Thema Schulhof wurde vertagt, weil entscheidende Unterlagen und aktualisierte Kostenübersichten erst am Tag der Sitzung vorlagen und eine verantwortungsvolle Entscheidung so nicht möglich war.


Erst im Dezember wurde zudem deutlich, dass verwaltungsseitig weiterhin von Gesamtkosten in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro ausgegangen wurde, obwohl die Politik im Rahmen der Haushaltsberatungen 2024 davon ausging, dass das Projekt auf maximal 700.000 Euro begrenzt werden sollte. Diese unterschiedliche Ausgangslage macht eine erneute politische Bewertung zwingend erforderlich.


Ein weiterer zentraler Punkt ist, dass bislang keine Fördermittel beantragt wurden. Genau hier setzen wir jetzt an. Die AWT wird sich dafür einsetzen, dass alle realistischen Förderoptionen geprüft werden – etwa über die Städtebauförderung oder Programme der AktivRegion. Ziel ist es, die Belastung für den städtischen Haushalt so gering wie möglich zu halten.


Uns ist bewusst, dass dieser Weg bedeuten kann, dass der ursprünglich angedachte Bauzeitraum im Sommer möglicherweise nicht vollständig eingehalten werden kann. Doch ein Projekt dieser Größenordnung allein über Kredite umzusetzen, ohne zuvor Fördermittel auszuschöpfen, wäre weder verantwortungsvoll noch nachhaltig – und letztlich auch nicht im Interesse der Kinder.


Die AWT steht zu ihrer Verantwortung: für die Kinder, für die Familien und für eine langfristig handlungsfähige Stadt Tönning. Gute Lösungen brauchen jetzt Transparenz, Sachlichkeit und tragfähige Entscheidungen – keine schnellen Schuldzuweisungen.


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